Migranten in Deutschland
Sehr geehrte Interessierte am Thema Migration und Integration in Deutschland,
getragen von einem Auftraggebergremium aus Politik, Medien, Wirtschaftsunternehmen und Verbänden hat das Sinus-Institut im Zeitraum 2006 bis 2008 eine qualitative, ethnografische Leitstudie sowie eine Quantifizierung auf repräsentativer Basis zu den Lebenswelten der Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland durchgeführt. Ergebnis war die Identifikation und Beschreibung von acht unterschiedlichen Migranten-Milieus sowie die Verknüpfung dieser Grundlagenbefunde mit den von den Auftraggebern eingebrachten speziellen Fragestellungen.
Die Rezeption der Studie war sehr lebhaft, und ihre Erkenntnisse haben viele Projekte in ganz unterschiedlichen Bereichen angestoßen. Von Seiten der Anwender wird inzwischen der Ruf lauter nach einer Fortsetzung dieser Forschung. In der Zwischenzeit hat sich durch den gesellschaftlichen Wandel sowie durch Zu- und Abwanderungsprozesse die Migrantenpopulation in Deutschland verändert, und auch der Intergrationsdiskurs hat neue Wendungen genommen.
Dabei interessiert insbesondere, welche „lebensweltliche Richtung" die – in Teilen – identitätssuchende 2. und 3. Migrantengeneration sowie die Gruppe der Neuzuwanderer einschlägt. Wichtig zu wissen ist auch, wie sich der soziokulturelle Wandel vor dem Hintergrund sozio-ökonomischer Ausdifferenzierung in der Migrantenpopulation auswirkt (Beispiele: Welche Folgen hat die stärkere Herausbildung einer Mittelschicht? Entstehen tatsächlich neo-religiöse Identitäten?). Vor allem aber fehlen aktuelle Erkenntnisse über die zu beobachtenden widersprüchlichen Segregations- und Assimilationstendenzen. Welche Gruppen gehen allmählich in der Aufnahmegesellschaft auf? In welchen Gruppen zeigt sich Enttäuschung und Resignation (bis hin zu Abwanderungsgedanken) aufgrund mangelnder Integrationsfortschritte?
Eine interdisziplinäre Projektgruppe, bestehend aus dem vhw Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung, dem Spezialisten für kleinräumliche Analysen der Migrationsdynamik microm und dem sozialwissenschaftlichen Institut SINUS, hat sich jetzt der Sache angenommen – mit dem Ziel einer Verstetigung der Migranten-Milieuforschung sowie ihrer Weiterentwicklung im Sinne eines ganzheitlichen und nutzwertigen Konzepts. Dabei geht es um die Diagnose von Trendverschiebungen im Längsschnitt, um eine Beschreibung der Veränderungen in der Milieulandschaft der Zuwanderer, um ein besseres Verständnis der aktuellen Integrationsdynamik, d.h. um wissenschaftlich gesicherte Aussagen zum Stand der erreichten Integration.
Geplant ist eine neue qualitative Untersuchung der Migrantenpopulation in Deutschland. Berücksichtigt werden alle Migranten-Milieus, wobei der Fokus auf integrationsferneren Gruppen liegt. Zusätzlich ist eine Aufstockung der Stichprobe um Neuzuwanderer seit 2008 vorgesehen. Die Studie liefert Insights über die Alltagswirklichkeit der Migranten, ihre Werte, Lebensziele, Wünsche und Zukunftserwartungen. Und sie dient auch der Vorbereitung einer im nächsten Jahr geplanten Repräsentativuntersuchung.
Die Neuerhebung ist konzipiert als Multi-Client-Studie mit exklusiven kundenspezifischen Modulen. Eingeladen zur Beteiligung sind Auftraggeber aus Politik, Medien, Verbänden und Wirtschaftsunternehmen. Die Teilnehmerzahl ist aus erhebungsmethodischen Gründen begrenzt. Garantiert wird Branchenexklusivität; Pool-Beteiligungen (mehrere Auftraggeber aus einer Branche) sind aber möglich.
Aus der beiliegenden Projektskizze sind Konzeption und Aufgabenstellung der Studie ersichtlich sowie der methodische Ansatz, die geplante Stichprobe, das Timing des Projekts und die Kosten einer Subskription.
Wenn Ihrer Institution / Ihr Unternehmen an einer Beteiligung interessiert ist, kontaktieren Sie bitte eine der am Ende der Skizze aufgeführten Personen.
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