Deutsche sind begeisterte Fußgänger*innen

Dieser Text ist eine Veröffentlichung des Bundesverkehrsministeriums (BMVI). Weitere Ergebnisse finden Sie als PDF auf der Webseite des BMVI.

Das SINUS-Institut führte die Studie für das BMVI durch.

Bild von Free-Photos auf Pixabay

Die Menschen in Deutschland sind begeisterte Fußgängerinnen und Fußgänger – Krisengewinner Fußverkehr – Repräsentative Befragung zum Fußverkehr im Auftrag des BMVI

Das Zufußgehen erfreut sich großer Popularität: 96% der Menschen in Deutschland sind zu Fuß unterwegs, d.h. sie legen zumindest selten Strecken zu Fuß zurück. 80% der Deutschen gehen täglich oder mehrmals in der Woche zu Fuß. Damit ist das Zufußgehen deutlich beliebter als die Fortbewegung z.B. mit dem  Auto, dem Fahrrad oder dem öffentlichen Personenverkehr. Junge Menschen, Personen mit hoher formaler Bildung und Befragte, die in Großstädten leben, gehen jeweils noch etwas häufiger zu Fuß als der Durchschnitt.

Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie zum Fußverkehr 2021, für die das SINUS-Institut im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums (BMVI) im Mai und Juni dieses Jahres über 3.107 Personen online befragt hat.  

Folgt man den Ergebnissen der Studie, so ist fast die Hälfte (45%) der Menschen in Deutschland bereit, längere Strecken von mehr als 20 min zu Fuß zu gehen, bevor sie auf ein anderes Verkehrsmittel umsteigen. 27% der Befragten sagen, dass im Alltag eine Wegstrecke zu Fuß auch zwischen 21 und 30 Minuten dauern darf, und weitere 18% der Befragten sind sogar bereit,  länger als 30 Minuten zu Fuß gehen.

Fußverkehr als zukunftsweisende Fortbewegungsart und Gewinner in der Corona-Zeit

Die COVID 19-Pandemie hatte Auswirkungen auf das Mobilitätsverhalten der Deutschen, der Fußverkehr ist ein Gewinner. Werden die Menschen in Deutschland gebeten, ihre derzeitige Verkehrsmittelnutzung mit der Zeit vor der Corona-Pandemie zu vergleichen, geben 38% an, häufiger zu Fuß zu gehen.

Vielfältige Gründe und Anlässe, zu Fuß unterwegs zu sein

Wird nach den Gründen gefragt, die für verschiedene Verkehrsmittel sprechen, punktet die Fortbewegung zu Fuß bei den Aspekten Gesundheit, Umwelt und Kosten.

Die häufigsten Anlässe, weshalb die Menschen in Deutschland zu Fuß gehen, sind:

  • Spazieren gehen / schlendern / flanieren (85 % der Fußgängerinnen und Fußgänger mindestens ein paar Mal im Monat)
  • Einkaufen / kurze Erledigungen (74 %)
  • Besuch von Freunden, Familie oder Bekannten (60 %)

Die Rahmenbedingungen für den Fußverkehr werden in Deutschland positiv bewertet

Generell werden die Rahmenbedingungen für den Fußverkehr in den deutschen Städten und Kommunen von einer deutlichen Mehrheit positiv bewertet: So sind 79% aller Befragten in ihrer Stadt/Kommune gerne zu Fuß unterwegs. Weiterhin teilen vergleichbar viele Menschen (80%) die Wahrnehmung, dass sie als Fußgängerin bzw. Fußgänger an ihrem Wohnort ohne große Umwege zügig zu ihrem Ziel kommen. Jeweils 69% finden, dass es an ihrem Wohnort ausreichend Fußgängerquerungen (z.B. Zebrastreifen, Fußgängerampeln) gibt und dass die Gehwege an ihrem Wohnort eine ausreichende Breite haben.

Große Unterschiede im Sicherheitsgefühl bei Tag und Nacht

Das Sicherheitsgefühl unterscheidet sich je nach Tageszeit deutlich. So fühlen sich 83% aller Befragten als Fußgängerin bzw. Fußgänger an ihrem Wohnort tagsüber sicher. Allerdings sagen gleichzeitig 45%, dass sie sich unwohl fühlen, wenn sie bei Dunkelheit zu Fuß allein unterwegs sind.

Über die Studie

2021 wurden erstmals 3.107 Bürgerinnen und Bürger von der SINUS Markt- und Sozialforschung GmbH zwischen 14 und 69 Jahren online zum Fußverkehr in Deutschland befragt.  Die Daten wurden als Sonderfragen Fußverkehr im Rahmen des alle zwei Jahre erscheinenden Fahrrad-Monitors erhoben.

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