Radfahren wird immer beliebter: Ergebnisse Fahrradmonitor 2017

Die Ergebnisse des Fahrradmonitors 2017 zeigen – Das Fahrrad wird immer beliebter. Ob als Verkehrsmittel für den Weg zur Arbeit oder für die Freizeit und den Urlaub: Rund 77% der deutschen Bevölkerung zwischen 14 und 69 Jahren fahren Rad, davon ca. ein Drittel regelmäßig. 5% der Radfahrenden nutzen Pedelecs und 1% Lastenräder. In der Beliebtheit hat das Rad gleich um 10 Prozentpunkte im Vergleich zur Vorgängerstudie 2015 zugelegt: 64 % der Befragten gaben an, das Rad gern oder sehr gern zu nutzen.

 

Es gibt eine große Bereitschaft in der Bevölkerung (34%), künftig vermehrt das Fahrrad als Verkehrsmittel zu benutzen; bei 20-29jährigen liegt die Bereitschaft bei 51%.

 

Auf großes Interesse stoßen auch zahlreiche Innovationen auf dem Fahrradmarkt. Knapp 80 % bewerten das Konzept der Mietradsysteme positiv. 42 % haben grundsätzlich Interesse an Pedelecs und gut 7 % der Bevölkerung können sich vorstellen, ein Lastenrad anzuschaffen. Insbesondere Frauen und Großstädter zeigen ein überdurchschnittliches Interesse an umweltschonenden Transportalternativen. Gegenwärtig besitzen ca. 3% der deutschen Bevölkerung ein Pedelec; Trend steigend: Von den potentiellen Fahrradkäufen im kommenden Jahr entfallen 5% auf Pedelecs. 3% der potentiellen Käufer im kommenden Jahr erwerben ein Lastenfahrrad.

 

2017 wurden in der Studie erstmals auch verschiedene Ortsgrößen miteinander verglichen. Dabei zeigt sich, dass das Fahrrad vor allem in der Stadt (mehr als 50.000 Einwohner) viele Vorteile bietet. Am häufigsten wird das Rad in mittleren Städten zwischen 50.000 und 100.000 Einwohnern genutzt. Die Ergebnisse zeigen auch: Das Rad wird auf dem Land mit 27% deutlich seltener für die täglichen Wege genutzt als in Städten mit 36 %. Das gilt auch für den Weg zur Arbeit oder Ausbildung: Während 17 % der Radfahrenden auf dem Land das Fahrrad nutzen, sind es in der Stadt 35 %.

Die dringlichsten Forderungen der Befragten an die Verkehrspolitik: Mehr Radwege (63%), sichere Abstellanlagen (55%).

 

Zum ersten Mal wurde beim Fahrradmonitor 2017 auch einzelne Regionen und Städte untersucht, so wurden in Berlin, Saarland, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Bayern sowie in Oldenburg, Bremen, Konstanz und Planegg gesonderte Studien durchgeführt. Die Ergebnisse für einzelne Bundesländern bzw. Städte werden von den jeweiligen Auftraggebern in Bälde vorgestellt.

 

Der Fahrrad-Monitor erhebt alle zwei Jahre das subjektive Stimmungsbild der Radfahrer in Deutschland. 2017 wurden rund 3.000 Bürgerinnen und Bürger zwischen 14 und 69 Jahren von der Sinus Markt- und Sozialforschung GmbH im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums befragt. Der Fahrrad-Monitor wird im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans 2020 vom BMVI gefördert.

 

Weitere Informationen zum Fahrradmonitor 2017 finden Sie hier.

 

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Ihr Ansprechpartner ist Jan Hecht, Associate Director Research & Consulting, jan.hecht(at)sinus-institut.de