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SINUS-Institut evaluiert Jesuiten-Schulen

Ignatianische Schulen verpflichten sich unter dem Anspruch der Exzellenz, Kinder und Jugendliche in der Schule zu kritischer (Selbst-)Reflexion anzuleiten, ihre individuellen Talente zu fördern und die Frage nach Gott wach zu halten. Mit dieser pädagogischen Grundhaltung machen diese Schulen aus Sicht der beteiligten Akteure offensichtlich viel richtig. Das zeigt die SINUS-Studie „Sharing the Vision“, die vom Zentrum für Ignatianische Pädagogik (ZIP) beauftragt wurde. Das Projekt hatte eine Laufzeit von zwei Jahren und verzahnte qualitative und quantitative Forschungsmethoden.

Umfassende Evaluation von neun Schulen in Deutschland und Österreich

SINUS führte an neun ignatianischen Schulen in Deutschland und Österreich Interviews mit (ehemaligen) Schülern, Lehrern und Eltern durch. Im Zentrum der Schulevaluationen standen u.a. folgende Fragen: Wie zufrieden ist man mit der Qualität der Schule? Wie sehen Eltern, Schüler und Lehrende den Anspruch ignatianischer Pädagogik eingelöst? Welche Probleme im Schulalltag nimmt man wahr bzw. wo sieht man Verbesserungspotenzial?

Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrende sind mit Schulqualität zufrieden

Fast alle Eltern (96%) und Schüler (89%) sind mit der Qualität der Schulbildung zufrieden. „Fast noch überraschender: Die Lehrenden waren ebenso zufrieden!“, kommentiert das Magazin JESUITEN (Ausgabe 2/2018) die Studienergebnisse. Denn auch unter den Lehrkräften sind 96% mit „ihrer“ Schule zufrieden.

Ignatianische Schulen wollen noch besser werden

Trotz guter Ergebnisse identifizierte die Studie Handlungsbedarfe, beispielsweise eine stärkere Digitalisierung des Schulalltags sowie ein Abbau des elitären Images – allerdings ohne dabei auf den Exzellenzanspruch zu verzichten.

Berthold Bodo Flaig, Geschäftsführer des SINUS-Instituts, kommentiert die Befunde wie folgt: „Es gehört Mut dazu, sich auf eine externe Evaluation einzulassen, so wie es das ZIP jetzt mit der Studie „Sharing the Vision“ getan hat. Überrascht hat uns nicht nur das außergewöhnlich positive Bild, das die Befragten von den Schulen gezeichnet haben, sondern auch die ambitionierte Umsetzung der Untersuchungsbefunde, die das ZIP derzeit betreibt: Die ignatianischen Schulen sollen noch besser werden – obwohl sie ja schon sehr gut sind, gerade im Vergleich mit dem staatlichen Schulsystem.“

 

Wollen Sie mehr über die Studie wissen? Ihr Ansprechpartner ist Dr. Marc Calmbach (Director Research & Consulting, marc.calmbach(at)sinus-institut.de).