5 Millionen Deutsche: „Wir sollten wieder einen Führer haben…“

5 Millionen Deutsche: „Wir sollten wieder einen Führer haben…“

Die SINUS-Studie war eine von Bundeskanzler Helmut Schmidt 1980 in Auftrag gegebene Umfrage über rechtsextremistisches Gedankengut in Westdeutschland. Die Studie war die erste ihrer Art in der Bundesrepublik Deutschland. Selten hat das Ergebnis einer sozialwissenschaftlichen Untersuchung bis dato so viel Aufmerksamkeit erregt wie dieser SINUS-Klassiker von 1981.

Die Studie hat sechs Komponenten betrachtet, die zusammengenommen ein rechtsextremes Einstellungsmuster ergeben: Autoritarismus, Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit, Wohlstandschauvinismus, Antisemitismus und Pronazismus. Die SINUS-Forschung konnte zeigen, dass damals 13 oder mehr Prozent der westdeutschen Bevölkerung über ein „geschlossenes rechtsextremes Weltbild“ verfügen. Etwa jeder zweite in dieser Gruppe befand auch Gewalt als ein probates Mittel, um dieses durchzusetzen. Weitere 37 Prozent waren zwar gegen Antisemitismus, Militarismus und Führerkult immun, aber dennoch empfänglich für „rechtsextreme Denkinhalte“. Die Studie argumentiert, dass insbesondere die Konservativen rechtsradikales Gedankengut „salonfähig“ gemacht haben.

Die Studie lieferte – und liefert – reiches Material zur argumentativen Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus und für die praktische Politik eine Fülle von Ansatzpunkten zur Bekämpfung dieses Phänomens.

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