Between Nostalgia and New Horizons: How Young Europeans Imagine and Shape the Future

Im Auftrag der Allianz Foundation hat das SINUS-Institut im Sommer 2025 eine repräsentative Befragung unter 8.508 Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 16 bis 39 Jahren in den fünf größten EU-Ländern (Deutschland, Frankreich, Italien, Polen und Spanien) durchgeführt. Die Untersuchung ist Teil der europäischen Studienreihe Allianz Foundation Next Generations Study, die fortlaufend Einblicke in Zukunftsvorstellungen, politische Haltungen und das zivilgesellschaftliche Engagement junger Menschen liefert.

Die Ergebnisse zeigen: Europas junge Generation ist politisch heterogen und lässt sich nicht auf ein einzelnes Lager reduzieren. Während eine Mehrheit tiefgreifende soziale und ökologische Veränderungen befürwortet, sehnt sich eine relevante Minderheit nach einer Rückkehr zu einer vermeintlich „besseren“ Vergangenheit. Diese Spannungen zwischen Transformationsbereitschaft und politischem Backlash prägen die zweite Allianz Foundation Next Generations Study.

Zur empirischen Erfassung politischer Nostalgie und radikaler Einstellungen wurde ein eigens entwickeltes, validiertes Backlash-Barometer eingesetzt. Das Instrument wurde von SINUS gemeinsam mit der Allianz Foundation entwickelt, in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftszentrum Berlin (WZB) und mit methodischer Unterstützung des GESIS Leibniz-Instituts für Sozialwissenschaften. Es liefert handlungsrelevante Daten für Zivilgesellschaft und Politik in Europa.

Trotz bestehender Backlash-Risiken bleibt das Gesamtbild eindeutig: Die überwältigende Mehrheit junger Europäer:innen lehnt radikale Positionen ab und bekennt sich zu demokratischen Grundwerten wie Gewaltfreiheit, Rechtsstaatlichkeit und zivilisiertem politischen Diskurs. Ein zentraler Ausdruck dieser demokratischen Resilienz ist das breite zivilgesellschaftliche Engagement. Nahezu alle jungen Menschen (97 %) haben mindestens eine Form gesellschaftlicher Beteiligung ausgeübt – am häufigsten durch Wählen, verändertes Konsumverhalten oder Spenden. Kollektive und stärker institutionalisierte Engagementformen wie Proteste, NGO-Arbeit oder parteipolitische Unterstützung erreichen kleinere, aber relevante Gruppen.

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